PDHR Pressedienst Herbert Reis

freier Journalist & 
Pressefotograf

 
 

Tipps beim Fotografieren 

Ruhig Halten der Kamera

Durch Bewegungen des Fotografen, das praktisch unmögliche Unterfangen, die Kamera längere Zeit vollständig ruhig in der Hand zu halten, sowie eine langsame Verschlussgeschwindigkeit und hohe Brennweite kommt es zu verwackelten Aufnahmen. Die Fotos sehen verschwommen und unscharf aus. Die Brennweite des Objektivs führt zusammen mit einer langsamen Verschlussgeschwindigkeit dazu, dass die Verschlussgeschwindigkeit in manchen Situationen nicht ausreicht, das Bild aufzunehmen, bevor die Kamera deutlich bewegt wird.
Sie können ein Verwackeln Ihrer Aufnahmen verhindern, indem Sie ein Stativ verwenden oder die Verschlussgeschwindigkeit auf einer Wert über der Brennweite erhöhen.
Wenn Sie beispielsweise mit einer Brennweite von 100 mm aufnehmen, sollten Sie Ihre Verschlussgeschwindigkeit auf einen Wert von 1/100 einer Sekunde oder kürzer einstellen.

Der digitale Bildsensor kann das Bild dann aufzeichnen, bevor weitere Lichtinformationen durch das Objektiv an den Bildsensor geleitet werden.

Hinweis: Einige Objektive verfügen über Funktionen zur Bildstabilisierung, mit deren Hilfe ein Fotograf Bilder mit einer Verschlussgeschwindigkeit aufnehmen kann, die unter der Brennweite des Objektivs liegt.
 

Minimieren des Rote-Augen-Effekts in Ihren Fotos

Der Rote-Augen-Effekt ist ein sehr störendes Phänomen in Fotografien. Er wird durch die Nähe des Blitzes (besonders bei integrierten Blitzen) zum Kameraobjektiv verursacht, da das auf das Motiv treffende Blitzlicht direkt zurück zur Kamera reflektiert wird. Wenn der Blitz auslöst, wird das Licht vom Blut in den Kapillargefäßen an der Rückseite der Augen der fotografierten Personen reflektiert und fällt wieder zurück durch das Kameraobjektiv.
Bei Menschen mit blauen Augen tritt der Rote-Augen-Effekt besonders häufig auf, da sie weniger Pigmente besitzen, um das Licht zu absorbieren.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, rote Augen in Ihren Fotos ganz oder teilweise zu verhindern. Einige Kameras bieten eine Funktion zur Verringerung roter Augen an. Dabei wird vor dem eigentlichen Blitz ein Vorblitz ausgelöst, durch den sich die Iris in den Augen der aufgenommenen Personen schließt, bevor Sie das Foto machen. Das Hauptproblem hierbei ist, dass die fotografierten Personen häufig ungewollt ihre Augen schließen, bevor das Bild aufgenommen wird. Außerdem wird der Rote-Augen-Effekt nicht immer vollständig vermieden.

Effektiver ist es, einen externen Blitz zu verwenden, der über den Blitzschuh der Kamera oder, noch besser, über einen Blitzarm an der Kamera befestigt wird. Durch einen externen Blitz wird der Blitzwinkel stark verändert, sodass das Objektiv das Licht, das von den Augen der Personen reflektiert wird, nicht erfasst.

Sie können rote Augen am PC zwar auch retuschieren, es gibt jedoch keine Möglichkeit, die natürliche Augenfarbe der Personen auf Ihren Fotos genau zu reproduzieren.

Daher empfiehlt es sich, das Problem bereits vor seiner Entstehung zu verhindern.

Externer Blitz

In bestimmten fotografischen Situationen ist das zusätzliche Licht eines externen Blitzgeräts erforderlich. Zahlreiche DSLR-Kameras für anspruchsvolle Hobbyfotografen sind mit integrierten oder aufzusetzenden Blitzen ausgestattet. Ihre Nähe zum Objektiv und fehlende Einstellmöglichkeiten für die Blitzbelichtung machen sie jedoch für den professionellen Einsatz ungeeignet.
Externe Blitze bieten Profis dagegen die Möglichkeit, die Blitzbelichtung genau einzustellen.
Auf diese Weise können präzise Aufhellblitze verwendet werden (ein schwacher Blitz, der bei Aufnahmen mit einem hellen Hintergrund das Objekt so aufhellt, dass es nicht als Silhouette zu sehen ist) und überbelichtete Bilder in räumlich beengten Aufnahmesituationen werden vermieden.
Externe oder nicht in die Kamera integrierte Blitze werden über den Blitzschuh oder den PC-Anschluss mit dem Verschlussmechanismus synchronisiert. 

Verringern von digitalem Rauschen

Digitales Rauschen ist der körnige Effekt, der in Bildern auftritt, die mit langen Belichtungszeiten oder hohen ISO-Einstellungen bei schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen wurden. Am deutlichsten wird der Effekt bei Bildern, die bei schlechten Lichtverhältnissen gemacht wurden. Der Begriff „Digitales Rauschen“ wird häufig auch als Synonym für „Filmkörnung“ verwendet. Auch wenn die Ursachen die gleichen sind, sind die Effekte doch sehr unterschiedlich. Manche mit analogen Kameras arbeitende Fotografen
nehmen bewusst Bilder mit einer stärkeren Körnung auf, um einen künstlerischen Effekt zu erzielen. Digitales Rauschen beeinträchtigt die Bildqualität jedoch, da dabei in deckenden Farben vereinzelt helle Pixel zu sehen sind. Außerdem fehlen die ästhetischen Aspekte einer bewussten Verwendung der Filmkörnung.
Sie können das digitale Rauschen verringern, indem Sie Ihre Fotos mit ISO-Einstellungen zwischen 100 und 400 aufnehmen. Bei einer ISO-Einstellung von 400 erhalten Sie eine stärkere Belichtung, doch schon dabei ist etwas digitales Rauschen zu bemerken.
Wenn sich Ihr Motiv nicht bewegt und Sie keinen Blitz verwenden können, haben Sie mit einem Stativ die Möglichkeit, auch bei niedrigen ISO-Einstellungen erfolgreich zu fotografieren.

Zahlreiche DSLR-Modelle sind mit einer Funktion zur Verringerung des digitalen Rauschens ausgestattet. Wenn Sie die Funktion zur Rauschverringerung aktivieren, wird sie bei Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten automatisch eingesetzt. Die Kamera korrigiert die Farben auf Pixelebene, und das Bild wird während der Aufnahme verarbeitet.
Der wichtigste negative Aspekt bei der Verringerung von digitalem Rauschen über die Kamera ist die bedeutende Verzögerung, die erforderlich ist, um das Bild nach der Aufnahme zu verarbeiten.